Selbstdarstellung Radio (Stand: September 2008)
20 Jahre volles Programm
Pink Channel feiert Geburtstag
Pink Channel ist ein Radioprogramm für Schwule und Lesben. Seit 20 Jahren bietet Pink Channel aktuell, informativ und unterhaltend Zielgruppeninformationen an, die in etablierten Medien so nicht zu finden sind.
Pink Channel ist nichtkommerziell und politisch und weltanschaulich nicht gebunden.
In der Redaktion arbeiten momentan etwa 15 homosexuelle Männer und Frauen, die aus Idealismus und Spaß in ihrer Freizeit Radio machen.
Die erste Sendung wurde am 16. Oktober 1988 im Offenen Kanal Hamburg ausgestrahlt. Damit ist Pink Channel das älteste lebendige homosexuelle Radioprojekt in Deutschland mit dem größten Sendeumfang. Jeden Samstag machen wir 5 Stunden Programm.
Aktuell bietet Pink Channel sieben verschiedene Programmprodukte an:
- Pink Channel-Magazin (jeden Samstag 19 Uhr)
- Pink Channel-FunDyke (1. Samstag im Monat 20 Uhr)
- Pink Channel-H-Null-Show (jeden Samstag 20 Uhr, 1. Samstag 21 Uhr)
- Pink Channel-Classics (2. und 4. Montag im Monat 14 Uhr)
- Pink Channel-HouseFreund (1. und 3. Samstag im Monat 22 Uhr)
- Pink Channel-Blue (2. Samstag im Monat 22 Uhr)
- Pink Channel-Plus (4. Samstag im Monat 22 Uhr)
Das Pink Channel-Magazin gibt es seit der Gründung des Projektes. Mit einem Wortanteil von ca. 60% liegt der Schwerpunkt auf der Information:
Informieren, Aufklären, Kommentieren - das sind die schwulenpolitischen Ziele von Pink Channel. Das heißt, Pink Channel berichtet über Ereignisse, die Schwule betreffen und über Themen, die für Schwule interessant oder wichtig sind. Pink Channel zeigt, wie vielfältig Schwule sind und bezieht Positionen zu aktuellen schwulenpolitischen Geschehnissen. Pink Channel versucht auch Vorurteile und Berührungsängste gegenüber Homosexuellen abzubauen, da das Radioprogramm natürlich auch von vielen heterosexuellen Hörern gehört werden kann. Dadurch können bestehende Diskriminierungen und Vorurteile entkräftet und mehr Toleranz entwickelt werden.
Häufige Themen sind AIDS und AIDS-Prävention, antischwule Gewalt und Coming-Out. So hat Pink Channel zum Beispiel HIV-Positive porträtiert, schwule und lesbische Polizisten vorgestellt und sendet in regelmäßigen Abständen persönliche Coming-Out-Geschichten. Weitere Themen sind Probleme von Schwulen am Arbeitsplatz, in Schule und Gesellschaft.
Pink Channel fühlt auch regelmäßig Politikern auf den Zahn. So standen schon Henning Voscherau, Christa Goetsch, Volker Beck, Ole von Beust und andere in den Pink Channel-Sendungen Rede und Antwort. Dass offen schwule Mitglieder der Hamburger Bürgerschaft, z. B. Farid Müller und Lutz Kretschmann-Johannsen bei Pink Channel zu Gast waren, versteht sich von selbst.
Aber auch Unterhaltung und Kultur werden bei Pink Channel groß geschrieben. So sind die Pink Channel-Macher schon vielen Prominenten "auf den Pelz gerückt", unter anderem Hella von Sinnen, Charlotte von Mahlsdorf, Corny Littmann, Lilo Wanders, Friedhelm Mönter, Georg Uecker, Georgette Dee, Marlene Jaschke, Village People, Erasure, Rosenstolz und vielen mehr. Außerdem bringt Pink Channel aktuelle Filmkritiken und Buchbesprechungen. Auch der Blick in die Geschichte fehlt nicht. Mit den Beitragsserien „Das Kalenderblatt“ und „Geschichten aus der Geschichte“ wurde über wichtige Personen oder Ereignisse aus der Vergangenheit berichtet.
Regelmäßige Programmbestandteile sind aktuelle Nachrichten aus schwuler Sicht und die Veranstaltungshinweise.
Pink Channel-FunDyke ist das Radiomagazin für Lesben. FunDyke wird von Frauen für Frauen gemacht und war am 30. Oktober 1999 das erste Mal auf Sendung. Seit April 2000 gibt es das lesbische Magazin monatlich. Im Format orientiert sich FunDyke am bewährten Magazin mit aktuellen Beiträgen und Veranstaltungstipps. Inhaltlich werden alle Themen nach ähnlichen Kriterien wie beim Magazin ausgewählt, selbstverständlich aus ganz speziell lesbischer Sicht.
Die Pink Channel-H-Null-Show ist die etwas wärmere Radiorevue und sorgt seit Juli 2003 unter dem Pink Channel-Dach für den Saturgay-WarmUp. Schrill, schräg, frech und frivol werden die Hörer mit viel Musik und Partytipps auf die Samstagnacht eingestimmt.
Pink Channel-Classics wird seit November 1996 gesendet. Classics ist ein schwules Kulturmagazin. Um andere Hörergruppen zu erreichen, gibt es ausschließlich klassische Musik. Es gibt Informationen über klassische und zeitgenössische Komponisten, Dirigenten und Künstler, Konzerte, Oper und Ballett, Theater, Ausstellungen und Galas sowie Film-, Buch- und CD-Besprechungen.
Pink Channel-HouseFreund bietet seit November 1998 House- und Dancemusik nonstop gemixt zur Einstimmung auf das schwule Nachtleben.
Pink Channel-Blue ist ebenfalls eine Musiksendung, aber mit der Musikrichtung Jazz. Blue gibt es seit Juli 2002 und bietet Musik für alle, die nicht auf Popmusik stehen.
Pink Channel Plus ist eine Ergänzung zum Magazin und wird seit Juli 2002 gesendet. Hier gibt es ergänzende Infos zu Beiträgen aus dem Magazin, ausführliche Beiträge und Interviews sowie Themen, die aus Zeitgründen nicht im Magazin gesendet werden können.
Auch der Sektor Hörspiel ist vor Pink Channel nicht sicher. Pink Channel produzierte bereits drei Radioseifenopern: "Davids Coming-out" in 10 Folgen, die Fortsetzung "Tell me! a bedtime story" mit 11 Folgen sowie die elfteilige Radio-Soap "Junge Hunde, denn sie machen Männer an!".
1997 traute sich Pink Channel auch das erste Mal "aus dem Haus" und übertrug eine Sendung live vom CSD-Straßenfest am Jungfernstieg. Seitdem sendet Pink Channel jedes Jahr live vom CSD. 2002 gab es in der CSD-Woche erstmals eine tägliche Sendung von Pink Channel.
Tägliche Sondersendungen gibt es seit 2002 auch zu den Lesbisch-schwulen Filmtagen. Im Filmtageradio kommen neben den Filmvorstellungen die Macher und Mitwirkenden der Filme zu Wort.
Partyveranstalter ist Pink Channel auch noch. Seit 1995 gibt es alljährlich die Pink Channel Grand Prix Party die Mutter aller Grand Prix Partys.
Zusammen mit dem Hessischen Rundfunk hat Pink Channel 1993 die Jugendsendung "Radio unfrisiert" zum Thema Homosexualität produziert.
Pink Channel ist ein ehrenamtliches Projekt und finanziert sich durch Spenden und Beiträge der Mitglieder des Vereins PINK CHANNEL e.V. Der Verein existiert seit Juni 1996 und unterhält seitdem eigene Redaktionsräume.
Im Januar 2004 erhielt Pink Channel den "Medienführerschein", das heißt die Zulassung als eigenständiger Rundfunkprogrammanbieter. Das ist in der nichtkommerziellen schwul-lesbischen Radiolandschaft bisher einmalig.
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