Trauerversammlung am 26.Juli 2026 am Denk-Ort in Hamburg zum Terroranschlag auf dem CSD Berlin

Wegen des Anschlags auf den CSD Berlin gab es auch in Hamburg am Sonntag, 26.7.2026 eine Trauerversammlung, und zwar an dem Ort, wo im nächsten Jahr der Denk-Ort für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt entstehen soll. Erster Redner war Stefan Mielchen von Hamburg Pride. Er sagte, wir können die Angst nicht leugnen, aber sollen uns nicht davon beherrschen lassen. Es darf nicht dazu kommen, dass wir uns verstecken oder unsichtbar machen. Solidarität dagegen gibt Sicherheit und Stärke. Queere Freiheit und Sichtbarkeit sind nicht verhandelbar; trotz Trauer soll der CSD in Hamburg selbstbewusst und sichtbar stattfinden. Der Vorsitzende der SCHURA Hamburg, Fatih Yildiz sagte: „Und wer sich dabei auf den Islam beruft, missbraucht unsere Religion. Für Terror und Menschenfeindlichkeit gibt es Islam keine Rechtfertigung.“ Als Vertreter:innen der Hamburgischen Bürgerschaft waren dabei: Indira Chuda (SPD), Miriam Block (Grüne), Stephan Jersch (Linke), Björn Wiese (CDU). In dem gemeinsamen Statement sagten sie: „Wir müssen den Hass beim Namen nennen, sei es von islamistischer oder rechtsextremistischer Seite. Islamismus und Rechtsextremismus gehen Hand in Hand, und beide sind zutiefst queer- und menschenfeindlich.“ – Der Hamburger Polizeipräsident Falk Schnabel versicherte seine Solidarität mit der Queer Community. Für Hamburg gebe es zur Zeit keine Gefährdungslage, die Polizei wird alles tun, um den CSD und die Veranstaltungen zu schützen. Text und Sprecher Wolfgang Krömer (Pink Channel). Ein Film von Klaus-Dieter Begemann (Pink Channel).