Vor der Landratswahl in der Uckermark sorgt ein Wahlplakat von AfD-Kandidat Felix Teichner für Kontroversen. Es zeigt neben ihm die amtierende Landrätin Karina Dörk (CDU), KI-generiert mit „Merkel-Raute“ und rosa Dreieck im Hintergrund. Kritiker sehen darin Anspielungen auf den „Rosa Winkel“ aus der NS-Zeit. Die VVN erstattete Anzeige wegen möglicher NS-Symbolik. Dörk verzichtet auf rechtliche Schritte, kritisiert jedoch den Wahlkampf. Teichner weist Vorwürfe zurück und betont fehlenden historischen Bezug. Gewählt wird am 19. April, eventuell mit Stichwahl.
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN) begründet ihre Strafanzeige gegen Felix Teichner im Wesentlichen mit zwei Argumenten:
Mögliche NS-Symbolik:
Das rosafarbene Dreieck im Hintergrund des Plakats erinnere an den „Rosa Winkel“, mit dem homosexuelle Menschen in Konzentrationslagern der Nationalsozialisten gekennzeichnet wurden. Die VVN sieht darin die mögliche Verwendung eines NS-bezogenen Symbols.
Persönliche Entwürdigung:
Laut VVN stelle die Darstellung der amtierenden Landrätin Karina Dörk in diesem Kontext eine Herabwürdigung einer Amtsträgerin dar.
Auf dieser Grundlage wurde Anzeige wegen möglicher Verwendung von Insignien aus der NS-Zeit und wegen persönlicher Diffamierung erstattet.
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