Hendrik Streeck sagt im Interview mit Felicitas Boeselager, dass Deutschland bei HIV und AIDS eine Sonderrolle habe, weil hierzulande die Versorgung sehr gut sei und Infektionen früh erkannt würden. – Der Anstieg der HIV-Zahlen in Deutschland bedeute dass mehr Infizierte erkannt würden. Einen großen Anteil daran hätten Geflüchtete aus der Ukraine, da dort der Anteil HIV-Infizierter höher sei. – Er betont, dass man die HIV-Pandemie weltweit beenden könne, wenn alle Infizierten getestet und behandelt würden. Deshalb müsse die Bundesregierung – und auch andere Länder – sich weiter finanziell engagieren. Deutschland fördere etwa den Global Fund mit einer Milliarde Euro und unterstütze auch UNAIDS und die WHO. – Allerdings gibt Deutschland laut Hendrik Streeck inzwischen weniger Geld für die weltweite HIV- und Aids-Bekämpfung aus als in früheren Jahren. Streeck ist insbesondere besorgt, weil viele Länder – darunter die USA, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und eben auch Deutschland – ihre Finanzmittel für den Kampf gegen HIV und AIDS kürzen. Dadurch würden Therapien unterbrochen, was zu mehr Neuinfektionen und Todesfällen führen wird. – Foto: Frank Burkhardt, CC BY 2.5 https://creativecommons.org/licenses/by/2.5, via Wikimedia Commons
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