Jetzt noch mal im Kino: „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“
DE 1971, Rosa von Praunheim, 67 Min.
15.01.2026 – 21:15
In Gedenken an Rosa von Praunheim
Aus der Ankündigung:
Rosa von Praunheims radikales Manifest über schwule Kultur und Politik löste Anfang der 1970er-Jahre die Aktivismusbewegung in Deutschland nach Stonewall aus und hat seitdem die Vorstellung queerer Befreiung weltweit neu geprägt. Der Film erzählt die Geschichte des jungen Mannes Daniel, der nach Westberlin zieht, um in das schwule Leben einzutauchen. Doch bald erkennt er, dass jede neue Selbstinszenierung nur eine weitere Anpassung an eine toxische, heteronormative Struktur darstellt. Hinter dieser Handlung steckt Praunheims scharfsinnige Auseinandersetzung mit Themen wie Antikapitalismus, Anti-Identitarismus und der Frage nach der wahren Bedeutung queerer Solidarität. Bekannt für seinen rohen, improvisierten Stil und sein niedriges Budget, spiegelt die Ästhetik und politische Haltung des Films wider.
Infos: https://www.metropoliskino.de/home?film=3319