Das ist eine herrausragende Gelegenheit, den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus zu begehen: – Aus der Ankündigung:
Szenische Lesung „Das Lila Lied“ Geschichten der nationalsozialistischen Verfolgung von Homosexuellen in Hamburg – Dokumentarstück von Michael Batz:
Mit dem Beginn des nationalsozialistischen Regimes 1933 verschärfte sich die Situation von LGBTQI+*-Menschen durch systematische Verfolgung. Der § 175 des deutschen Strafgesetzbuches, der sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts unter Strafe stellte, erhielt einen Zusatz, der für ‚widernatürliche Unzucht‘ harte Zuchthaustrafen bis zu zehn Jahren vorsah. Die Verfolgung traf zwar in erster Linie homosexuelle Männer, doch jegliche Abweichung von der von den Nationalsozialisten definierten sexuellen Norm wurde verfolgt. Noch in der Weimarer Republik hatte es Ansätze zur Emanzipation gegeben. Das ‚Lila Lied‘ wurde zur Hymne von Schwulen und Lesben, es besang die freie Liebe. Im Nationalsozialismus wurde eine andere Farbe zum Kennzeichen der Verfolgung: Bei Einlieferung ins KZ kennzeichnete ein ‚Rosa Winkel‘ auf der Häftlingsjacke die Homosexuellen. Auf der Grundlage von dokumentarischem Archivmaterial werden beispielhafte Schicksale von betroffenen Menschen erzählt.
Veranstaltung im Hamburger Rathaus – 27.01.2026 – 18:00 – 19:00 Uhr, Anmeldung erforderlich.
https://veranstaltungen.buergerschaft-hh.de/#/events/969490af-9695-4a38-883d-232491099004