Pink Channel Dyke* Edition 15.08.2026

Sabine Arnolds von „Lesben und Alter“ spricht über lesbische Identität, Inklusion und Konfliktlinien. – Die Therapeutin Rabea Maas berichtet über Gewalt und Diskriminierung queerer Jugendlicher. Sie erklärt die Bedeutung von Schutzräumen und weist Vorwürfe der „Frühsexualisierung“ zurück. – Und: Prof. Anna Katharina Mangold kritisiert die rechtliche Benachteiligung lesbischer Mütter und fordert eine Reform des Abstammungsrechts. – Moderation: Nathalie.



Anna Katharina Mangold: Lesbische Mütter und Kindschaftsrecht

In diesem Gespräch kritisiert Prof. Dr. Anna Katharina Mangold die rechtliche Benachteiligung von lesbischen Müttern und bezeichnet die ausstehende Reform des Abstammungsrechts als unhaltbaren Zustand für betroffene Kinder. Trotz politischer Rhetorik zum Kinderschutz würden Kinder in queeren Familien in Rechtsunsicherheit gestürzt – etwa durch fehlende Geburtsurkunden bei transmännlichen Elternteilen. Zudem fordert Mangold ein Parteiverbot der AfD, da diese die freiheitlich-demokratische Grundordnung angreife und Verfassungsorgane zum Handeln verpflichtet seien. Abschließend äußert sie den Wunsch nach grundlegend veränderten politischen Verhältnissen im Land.

Rabea Maas: Queere Jugendarbeit beim Anyway Köln – Teil 1

Rabea Maas Kulturpädagogin, Systemische Beraterin & Therapeutin Geschäftsführende Vorständin anyway e. V. Köln Im Gespräch erläutert Rabea Maas, dass queere Jugendliche nach wie vor mit verschiedenen Formen von Gewalt, wie psychischem Druck oder gezieltem Misgendern, konfrontiert sind. Schutzräume wie die Einrichtung Anyway bieten hierzu einen nicht-kommerziellen Gegenpol zur regulären Szene, in dem nicht der Sex, sondern das Kennenlernen und Sein im Vordergrund stehen. Zugleich steht die Arbeit stark in der Kritik von rechten und evangelikalen Akteuren, die Vorwürfe wie eine angebliche „Frühsexualisierung“ erheben und politische Debatten über Fördergelder schüren. Maas weist diese Angriffe entschieden zurück: Die Workshops griffen lediglich Themen auf, die Jugendliche ohnehin beschäftigen. Die Einrichtung mache niemanden „queer“, sondern biete jungen Menschen einen sicheren Raum zur eigenen Orientierung und Selbstfindung.

Rabea Maas: Queere Jugendarbeit beim Anyway Köln – Teil 2

Rabea Maas Kulturpädagogin, Systemische Beraterin & Therapeutin Geschäftsführende Vorständin anyway e. V. Köln Im Gespräch erläutert Rabea Maas, dass queere Jugendliche nach wie vor mit verschiedenen Formen von Gewalt, wie psychischem Druck oder gezieltem Misgendern, konfrontiert sind. Schutzräume wie die Einrichtung Anyway bieten hierzu einen nicht-kommerziellen Gegenpol zur regulären Szene, in dem nicht der Sex, sondern das Kennenlernen und Sein im Vordergrund stehen. Zugleich steht die Arbeit stark in der Kritik von rechten und evangelikalen Akteuren, die Vorwürfe wie eine angebliche „Frühsexualisierung“ erheben und politische Debatten über Fördergelder schüren. Maas weist diese Angriffe entschieden zurück: Die Workshops griffen lediglich Themen auf, die Jugendliche ohnehin beschäftigen. Die Einrichtung mache niemanden „queer“, sondern biete jungen Menschen einen sicheren Raum zur eigenen Orientierung und Selbstfindung.

Sabine Arnolds (Lesben und Alter): Identität und Verbandspolitik

In dem Gespräch von Daniel und Cornelia mit Sabine Arnolds, Gesamtprojektleitung Lesben und Alter, Pressesprecherin stehen Definitionen, Debatten und Konfliktlinien rund um die lesbische Identität und Inklusion im Mittelpunkt. Es geht darum, wie der Begriff „Lesbe“ besetzt wird, insbesondere im Hinblick auf biografische Hintergründe wie heterosexuelle Lebensphasen oder Bisexualität. Auf eine Äußerung von Monme Kühne bezüglich des Namens des Dachverbands Lesben und Alter reagiert Sabine Arnolds mit einer klaren Ablehnung. Sie betont die Bedeutung von Inklusion und lehnt die Bewertung von Menschen anhand starrer Identitätsgrenzen ab. Zudem geht sie auf bestehende Konfliktlinien ein – etwa trans-exklusive Positionen – und führt diese auch auf die Angst älterer Aktivistinnen aus der zweiten Frauenbewegung zurück, erkämpfte Räume zu verlieren. Arnolds macht deutlich, dass Ausschluss der falsche Weg ist, da Räume nicht durch das Ausgrenzen anderer gewonnen werden.

Tipps vom 15.08.2026

Am 17. August findet das Abortion Dream Team als Filmscreening um 18:00 Uhr im Studiokino statt – am 18. August gibt es den 3D Infoabend zum queeren Leuchtturm um 19:00 Uhr im Linken Laden – am 20. August ist Queerspace als Teil vom Sommerfestival um 20:00 Uhr auf Kampnagel – am 21. August feiert das Gängeviertel Geburtstag mit einem Konzert um 20:00 Uhr im Café Nage, Eintritt ist „Gib, was du kannst“ – am 22. August kommt ein Farsi Filmabend um 17:00 Uhr bei Intervention mit Buffet – am 29. August ist Bandcoaching und Songwriting mit Tista Open Stage von 12:00 bis 16:00 Uhr im Frauenmusik – vom 20. September bis 12. September ist Hausparty bei Haus 73 – am 5. September ist die Sheriff Party in Monkeys – und am 10. September gibt es Perspektiven von 19:00 bis 21:00 Uhr mit Performance und Podium im Rahmen der Katzenausstellung.


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