In seiner Rede beim Neujahrsempfang der Grünen Bürgerschaftsfraktion am 16.1.2026 im großen Festsaal im Hamburger Rathaus warnte Michel Friedman eindringlich vor Gleichgültigkeit und dem Erstarken rechtsextremer Kräfte in Deutschland. Er erinnerte daran, dass Demokratie und Freiheit keine Selbstverständlichkeiten sind, sondern tägliches Engagement erfordern. Friedman betonte die Bedeutung von Bildung, Kultur und Streitkultur als Grundlagen einer lebendigen Demokratie. Er kritisierte gesellschaftliche Doppelmoral, mangelnde Zivilcourage und die Tendenz, Hass und Antisemitismus zu verharmlosen. Aus seiner biografischen Erfahrung als Kind von Holocaustüberlebenden mahnte er, dass Gleichgültigkeit Leben kostet und jeder Einzelne Verantwortung trägt. Demokratie bedeute, Widerspruch zu wagen, „stopp“ zu sagen, wenn Menschenwürde verletzt wird, und aktiv für Freiheit einzutreten. Er ruft dazu auf, sich nicht zurückzuziehen, sondern mutig, wissend und leidenschaftlich für die Werte des Grundgesetzes einzustehen. Nur durch Engagement, Respekt und Neugier könne Deutschland ein freies Land bleiben. Seine Botschaft: Hass ist keine Meinung, und Freiheit braucht Verteidiger. Er forderte ein AfD-Verbotsverfahren, denn es geht ja nur noch darum, dass das Verfassungsgericht klären muss, ob die AfD-Aktivitäten so sind, dass sie deswegen verboten werden kann. „Dann warte ich doch nicht auf den Moment, wo sie (die AfDler) es bereits geschafft haben, sondern mache es mal ausnahmsweise rechtzeitig!“ – Alle Anwesenden hörten Friedman bis zum Ende der Rede aufmerksam zu. Am Ende lang anhaltender Applaus.





