Diskussion im MHC um Queerpolitik in Hamburg. Die queerpolitischen Sprecher:innen zogen Bilanz nach einem Jahr Regierungspolitik. – Hamburg soll ein Landes-Antidiskriminierungsgesetz nach Berliner Vorbild bekommen. Die grüne Bürgerschaftsfraktion stellte ihre Pläne zu diesem Projekt vor. – Und: Die Berliner queere Buchhandlung Eisenherz bekommt einen der Buchhandlungspreise. – Außerdem: Die Landesdirektion Sachsen (die zentrale Verwaltungsbehörde, weisungsbefugt) will das CSD-Straßenfest in Dresden nicht mehr als politische Veranstaltung anerkennen. Dazu ein Interview mit dem CSD-Verein Dresden. – Moderation Wolfgang Krömer.

Themenübersicht 04.04.2026
Diskussion im MHC um Queerpolitik in Hamburg. Die queerpolitischen Sprecher:innen zogen Bilanz nach einem Jahr Regierungspolitik. – Hamburg soll ein Landes-Antidiskriminierungsgesetz nach Berliner Vorbild bekommen. Die grüne Bürgerschaftsfraktion stellte ihre Pläne zu diesem Projekt vor. – Und: Die Berliner queere Buchhandlung Eisenherz bekommt einen der Buchhandlungspreise. – Außerdem: Die Landesdirektion Sachsen (die zentrale Verwaltungsbehörde, weisungsbefugt) will das CSD-Straßenfest in Dresden nicht mehr als politische Veranstaltung anerkennen. Dazu ein Interview mit dem CSD-Verein Dresden. – Moderation: Wolfgang Krömer.
Diskussion um Queer-Politik im MHC
Am 24. März 2026 fand im Magnus Hirschfeld Centrum eine politische Diskussionsrunde statt zum Thema „Queerpolitik in Hamburg – wo stehen wir nach einem Jahr?“. Auf dem Podium diskutierten Andreas Grutzeck (CDU), Miriam Block (Grüne), Indira Chuda (SPD) und Carola Ensslen (Linke), Foto v.l.n.r. Diskutiert wurden steigende queerfeindliche Straftaten, der Rechtsruck, der Aktionsplan „Hamburg l(i)ebt vielfältig“, sichere Unterkünfte für queere Geflüchtete, finanzielle Perspektiven sowie das Selbstbestimmungsgesetz.
Hamburgs Justizsenatorin im Interview
Beim Jahresempfang der Hamburger Polizei sprach Justizsenatorin Anna Gallina im Interview mit Cornelia Kost über Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen und queeren Menschen, Plattformregulierung, Deepfakes, Klarnamenpflicht und die Forderung nach einem eigenen Mordmerkmal für Femizide.
Hamburg bekommt ein Landess-Antidiskriminierungsgesetz
Nach dem Berliner Vorbild soll Hamburg in dieser Legislatur ein Landes-antidiskriminierungsgesetz (LADG) mit zugehöriger Ombudsstelle bekommen. Von Berliner Erfahrungen berichtete u.a. die Leiterin der Berliner Ombudsstelle Doris Liebscher. Zentrale Rolle in Berlin spielt dabei die Ombudsstelle, die Beschwerden prüft, berät und Schlichtungsverfahren begleitet. Viele Fälle betreffen das Behördenhandeln – etwa Bezirksämter, Verkehrsbetriebe oder Schulen. Konkrete Beispiele zeigen, wie sich durch Klagen und Schlichtungen Verwaltungspraxis verändern kann. Auch Hamburg plant ein Landesantidiskriminierungsgesetz – eine Auftaktveranstaltung der Grünen markierte den Beginn der Debatte. – Foto: v.l.n.re: Birte Weiß, Mareike Engels, Alexander Tischbirek, Mechthild Weber, Irene Appiah, Michael Gwosdz, Miriam Block, Filiz Demirel, Soraia Da Costa Batista, Doris Liebscher.
Eisenherz in Berlin bekommt Buchhandlungspreis
Der queere Berliner Buchladen Eisenherz wurde als eine der besten Buchhandlungen Deutschlands ausgezeichnet. Im Interview geht es um die Bedeutung des Preises, die Kontroverse um aberkannte Auszeichnungen und die Wichtigkeit kultureller Vielfalt. Interview von Thomas Diedrichs mit Ko-Geschäftsführerin Nancy Schmolt.
CSD Dresden soll nur teilweise politisch sein
Die sächsische Landesdirektion stellt den Versammlungsstatus des CSD teilweise infrage und könnte das Straßenfest anders behandeln als die politische Demonstration. Dabei unterscheidet der CSD Dresden schon seit jeher klar zwischen einem ideellen, politischen Teil (Demonstration) und einem kommerziellen Bereich, der vollständig eigenfinanziert wird. Im Interview zeigt sich CSD-Sprecher Ronald Zenker (Foto) kämpferisch: Der CSD sei selbstverständlich politisch, man werde sich nicht einschüchtern lassen und notfalls den Klageweg beschreiten. Gleichzeitig berichtet er von großer Solidarität aus der Zivilgesellschaft – und von Rückenwind durch die laufende Bewerbung Dresdens für den EuroPride 2029.
Musical-Start „Wir sind am Leben“
„Wir sind am Leben“ ist ein neues Berlin-Musical, das am 21. März 2026 im Theater des Westens Premiere hatte. Die Musik stammt von dem Erfolgsgespann Peter Plate und Ulf Leo Sommer. Das Musical erzählt vom Lebensgefühl Berlins nach dem Mauerfall – mit Themen wie Aufbruch, HIV und queerer Sichtbarkeit. Ein Premierenbericht von Thomas Diedrichs.
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