Erster schwuler Bürgermeister in München

Dominik Krause am Abend der Wahl zum Münchner Oberbürgermeister

Foto: Burkhard Mücke, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

Bei der Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters in München hat der Grünen-Politiker Dominik Krause überraschend gegen den bisherigen Amtsinhaber Dieter Reiter gewonnen.

  • Wahlergebnis (gerundet, von Deutschlandfunk):
  • Dominik Krause (Grüne): 59 %
  • Dieter Reiter (SPD): 41 %

Der 35-jährige Physiker und bisherige Zweite Bürgermeister löst damit Reiter ab, der zwölf Jahre im Amt war. Mit dem Sieg endet eine 72-jährige SPD-Dominanz im Münchner Rathaus. Reiter räumte nach der Wahl Fehler im Wahlkampf ein, unter anderem wegen einer Affäre um seine Tätigkeit beim FC Bayern München.

Krause gilt als junges, progressives Gesicht der Grünen, setzt sich stark für LGBTI-Rechte ein und wird als erster offen schwuler Oberbürgermeister Münchens bezeichnet.

  1. Mehr Schutz vor queerfeindlicher Gewalt

Krause betont, dass queerfeindliche Übergriffe zuletzt zugenommen haben und dass die Stadt stärker dagegen vorgehen muss. Er fordert mehr Solidarität und Unterstützung, damit queere Menschen sich nicht allein gelassen fühlen.

➡️ Ziel:

bessere Prävention gegen Hass und Gewalt
klare politische Unterstützung für Betroffene

  1. Sichtbarkeit und politische Unterstützung

Er hält es für wichtig, dass queere Menschen in Politik und Öffentlichkeit sichtbar sind. Seine eigene offene Homosexualität sieht er bewusst als Signal gegen Diskriminierung und für Akzeptanz.

➡️ Ziel:

Vorbilder in der Politik
gesellschaftliche Normalisierung von LGBTQ-Identitäten

  1. Unterstützung von Pride-Events und Community

Die Stadtspitze nimmt traditionell am Christopher Street Day (CSD) teil und unterstützt die Veranstaltung organisatorisch und politisch. Krause betont, dass der CSD nicht nur ein Fest, sondern auch eine politische Demonstration für Rechte und Gleichberechtigung ist.

➡️ Ziel:

Unterstützung des CSD
Förderung von queeren Veranstaltungen und Kultur

  1. Zusammenarbeit mit queeren Organisationen

Krause arbeitete politisch eng mit der Münchner LGBTI-Wählergruppe Rosa Liste München zusammen, die seit Jahrzehnten queerpolitische Anliegen in der Stadt vertritt.

➡️ Ziel:

mehr Einfluss der Community in der Kommunalpolitik
stärkere Förderung von Beratungs- und Community-Projekten

  1. „Weltoffenes und buntes München“

Nach seinem Wahlsieg kündigte er an, ein „weltoffenes und buntes München“ erhalten und stärken zu wollen.

➡️ Ziel:

klare Haltung gegen Diskriminierung
München als queerfreundliche Stadt stärken